Für dieses Projekt habe ich eine fotografische Reportage über die Weinlese in der Wachau umgesetzt. Ziel war es, den gesamten Prozess der Traubenernte und Weinverarbeitung visuell zu dokumentieren und die harte Arbeit hinter einem Glas Wein sichtbar zu machen. Das Projekt entstand im Rahmen des Moduls „Photographic Storytelling“ und wurde als Magazinreportage konzipiert.
Im Fokus der Fotoreportage stand ein traditionelles Familienweingut in der Wachau. Diese Region ist international für ihre hochwertigen Weißweine bekannt. Ein entscheidender Faktor für die Qualität ist die Handlese. Aufgrund der steilen Terrassenlagen können viele Weinberge nicht maschinell bewirtschaftet werden. Deshalb wird jede Traube einzeln von Hand geschnitten und sorgfältig sortiert.
Während der Weinlese habe ich verschiedene Arbeitsschritte fotografisch begleitet: von der Reifekontrolle der Trauben über die Handlese im Morgengrauen bis hin zum Transport und der ersten Verarbeitung im Weinkeller. Dabei lag mein Fokus nicht nur auf den Abläufen, sondern vor allem auf den Menschen, die hinter dem Produkt stehen. Die Atmosphäre im Weinberg, die Teamarbeit und die Routine der Lese sollten in den Bildern spürbar werden.
Fotografisch habe ich überwiegend mit natürlichem Licht gearbeitet, um die warmen Farben der Trauben und die Stimmung der Landschaft authentisch einzufangen. Detailaufnahmen von Händen bei der Arbeit, weite Landschaftsbilder der Wachauer Terrassen und ruhige Momente im Keller verbinden sich zu einer visuellen Geschichte über Handarbeit im Weinbau.
Diese Fotoreportage zeigt, dass Wein nicht nur ein Genussmittel ist, sondern das Ergebnis von Erfahrung, Präzision und Tradition. Von der Rebe bis zum ersten Most ist jeder Schritt entscheidend für die Qualität des Weins – und genau diese Prozesse wollte ich mit meiner Weinfotografie sichtbar machen.